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Neues aus Klasse 3
Lesemütter im Unterricht
Seit sieben Jahren gibt es an der Grundschule Oldersum „Lesemütter“.
Das sind Mütter oder auch Väter, die in der Regel einmal wöchentlich in den Unterricht der ersten und zweiten Klassen kommen und verschiedene Aufgaben übernehmen. Meistens lesen sie mit einer Gruppe von Kindern oder mit einzelnen Kindern.
Gelegentlich werden sie in der Stationsarbeit eingesetzt, helfen bei der Einführung von Wörterbucharbeit, üben mit Kindern Rollenspiele ein, testen Einmaleinsreihen ab oder arbeiten mit Kindern am Computer. Für Eltern, Lehrer und Kinder ist das eine tolle Sache und unbedingt weiter zu empfehlen.
Lesemütter über ihre Tätigkeit
Anke Groenewold aus Rorichum; In erster Linie bin ich Lesemutter, um jedem Kind die Möglichkeit zu geben, einen geübten oder auch ungeübten Text oder ein Gedicht vortragen zu können. Die etwas leseschwächeren Kinder trauen sich in kleinen Gruppen oder auch mal ganz für sich mehr zu. Gleichzeitig ist der Umgang mit dem Wörterbuch sehr wichtig und auch Kinder, die ein Wort nicht so schnell finden, haben in einer kleinen Gruppe von maximal fünf Schülern auch mal die Gelegenheit, ein Wort als erstes zu finden. Ein Erfolgserlebnis motiviert. Für mich persönlich ist es sehr interessant, in den Schulalltag meines Kindes hinein zu schnuppern und ich glaube, auch meine Kinder sind sehr stolz und freuen sich, wenn man sich – soweit die Berufstätigkeit es zulässt – am Schulleben aktiv beteiligt. Gleichzeitig hoffe ich, die Lehrerin zu entlasten.

Heike Spanjer aus Rorichum: Ich bin Lesemutter geworden, weil unsere
Klasse mit 29 SchülerInnen sehr groß ist und somit unsere Unterstützung braucht. Es ist schön, den Kindern zu helfen und der Kontakt mit den Kindern ist einfach toll und macht sehr viel Spaß. Außerdem bekommt man einen kleinen Eindruck vom Schulalltag. Das eigene Kind findet es auch gut, wenn man sich in der Schule engagiert.