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Inhaltsverzeichnis
| 1. | Einleitung | Seite 3 |
| 2. | Pädagogische Grundorientierung | Seite 5 |
| 3. | Organisation des Schulalltags | Seite 7 |
| 4. | Gestaltung des Schullebens | Seite 8 |
| 5. | Besondere Schwerpunkte | Seite 10 |
| 5.1 | Förderung der Bewegung | Seite 10 |
| 5.2 | Förderung von Selbständigkeit | Seite 12 |
| 5.3 | Computerunterricht | Seite 13 |
| 6. | Grundsätze der Leistungsbewertung | Seite 15 |
| 7. | Fördern | Seite 16 |
| 8. | Betreuungskonzept der Verlässlichen Grundschule | Seite 17 |
| 9. | Zusammenarbeit mit Institutionen | Seite 20 |
| 10. | Fazit und Ausblick | Seite 22 |
1. Einleitung
Die Verlässliche Grundschule Oldersum ist eine Schule im ländlichen Bereich, deren Schülerschaft aus den Dörfern Oldersum, Gandersum , Rorichum , Tergast und aus dem Oldersumer Hammrich stammt. Doch auch in unserem dörflichen Umfeld sind die alten Familienstrukturen immer mehr im Schwinden ,die Zahl der Patchwork – Familien nimmt stark zu , die Auswirkungen auf die Kinder sind
unübersehbar.
Ein großer Teil unserer Kinder besteht aus Fahrschülern mit den bekannten Nachteilen hinsichtlich der Organisation. Die Schülerzahl beträgt in den letzten Jahren zwischen 120 bis 130 Kinder, so dass die Klassenzahl zwischen 7 und 8 Klassen schwankt.
Obwohl das Kollegium in den letzten Jahren sehr stark im Umbruch ist , ist immer wieder die Findung eines pädagogischen Grundkonsens gelungen , so dass Lehrer und Eltern, es vermocht haben , die Schule erheblich weiterzuentwickeln. Bedeutsam war die erfolgreiche Gründung des Schulvereins im Jahr 1999, der mit dem Schulelternrat, dem Lehrerkollegium und den Schülern eine gewichtige Rolle bei allen Neuerungen spielte. Die Weiterentwicklung der Schule erfolgte häufig in Projekten.
Das bisher bedeutendste war die Schulhofumgestaltung, die die Asphaltwüste in eine kinderfreundliche Spiel- und Erholungsstätte umgestaltete mit all den zahlreichen Folgen für Schul- und Lernklima. Dieses Projekt, das große Teile der Bevölkerung der vier zum Schuleinzugsbereich gehörenden Dörfer mit einbezog, setzte wiederum Kräfte frei für weitere Projekte:
Probleme bereiten uns die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen des Fernseh- und Computerzeit = alters hinsichtlich der basalen Voraussetzungen der Schüler/Innen. Diese drücken sich in der schwindenden Konzentrationsfähigkeit, der geringeren Sozialkompetenz und der Abnahme sprachlicher und mathematischer Fertigkeiten und Fähigkeiten aus.
Die Grundschule Oldersum verstärkt zur Zeit die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten in Oldersum und den anderen Grundschulen der Gemeinde Moormerland, um gemeinsam Konzepte zu entwickeln und dann umzusetzen, die diesen Tendenzen effektiver gegensteuern.
Erschwerend kommt hinzu, dass die unumgängliche Änderung kontraproduktiver räumlicher Gegebenheiten diese Bemühungen zur pädagogischen Weiterentwicklung und der notwendigen Bündelung ihrer Kräfte schwächt und damit zeitlich hinauszögert.
Gemeint damit ist, dass in unserem seit 1958 / 59 bestehendem Schulgebäude Gruppenräume, ein Werkraum, ein Aufbewahrungsraum für Materialien und ein Betreuungsgruppenraum fehlen. Hinzu kommt, dass die sanitären Anlagen veraltet sind und unbedingt saniert bzw. neue errichtet werden müssten. Ein besonders großes räumliches Problem ist unsere Turnhalle, die schon jetzt bereits teilweise abgängig ist und deren Sanierung bzw. Neubau ständig hinausgeschoben wird.
Situationsanalyse
Im Elternhaus steht die Förderung der Individualität im Vordergrund, die Schule wird dagegen mehr als Ort vielfältiger sozialer Interaktionen gesehen mit der Aufgabe, soziale Kompetenzen, d.h. die Fähigkeit zur Einordnung in kleinere und größere Gruppen zu entwickeln. Aus diesen unterschiedlichen Standpunkten heraus können Konflikte und Missverständnisse zwischen Elternhaus und Schule resultieren, die in Oldersum aber noch die Ausnahme bilden. Außerfamiliäre Belastungen und zunehmende innerfamiliäre Auflösungstendenzen könnten in Zukunft diese Konflikte aber verstärken.. Dennoch kann häusliche Erziehung nicht durch die Schule ersetzt werden. Allerdings kann die Schule den Eltern in Fragen der Erziehung beratend zur Seite stehen.
Ergebnis einer Erziehung und Wertevermittlung in Elternhaus und Schule sollte es sein, dass die heranwachsenden jungen Menschen zu einer eigenständigen Orientierung in ihrem Leben und der Gesellschaft finden, in der Verantwortung für die eigene Persönlichkeit und Mitverantwortung im sozialen Bereich miteinander verbunden sind. Dazu ist es erforderlich, dass die im Folgenden aufgeführten Erziehungsziele unserer Schule akzeptiert, aktiv unterstützt und gefördert werden:
Als Vorbereitung auf gesellschaftliche Anforderungen sollen unsere Schülerinnen und Schüler daher bereits im Rahmen der Schule und Familie u.a. zu Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Durchhaltevermögen, Ordnung und Lernbereitschaft angehalten werden. Darüber hinaus sollen sie soziale Verantwortung lernen. Dazu gehören Ehrlichkeit, Rücksichtnahme, gegenseitige Achtung, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Takt und gewaltfreier Umgang miteinander. Eine derartige Ausbildung ihrer Kommunikationsfähigkeit ist zugleich ein Beitrag zur Vermeidung bzw. Bewältigung von Konfliktsituationen, denen die Schüler in zunehmenden Maße psychisch und physisch ausgesetzt sind.
Grundsätze
Unsere Schule ist ein Ort der Arbeit für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer,
pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weiteres schulisches Personal.
Das fordert
Unsere Schule bildet eine pädagogische Gemeinschaft.
Das bedeutet
Unsere Schule bildet ein Modell einer demokratischen Gesellschaft.
Das heißt
3. Organisation des Schulalltags
1.1 Grundsätze der Klassenverteilung und der Unterrichtsverteilung
Die Kinder werden in der 1. Klasse nach folgenden Kriterien auf die beiden Parallelklassen verteilt:
a) Zahlenmäßig sollen die Klassen nahezu gleich stark sein – Es soll höchstens eine Differenz von einem Kind bestehen. In beiden Klassen sollte es möglichst die gleiche Anzahl Jungen und Mädchen geben.
b) Die Klassen sollten ungefähr gleich leistungsstark sein. Die Anzahl der Kinder die vom SKG kommen, die am Sprachförderunterricht teilgenommen haben sowie die Anzahl der besonders leistungsstarken und leistungsschwachen Schüler müsste sich möglichst entsprechen.
c) Jede(r) Schüler/in sollte mindestens eine(n) Freund/in aus seiner Vorschulzeit in seiner Klasse haben. Später zugezogene Schüler /innen müssten aus ihrem Ort zumindest ein weiteres Kind in der Klasse haben. Um letzteres zu gewährleisten, müssten aus allen Orten und Ortsbereichen möglichst gleich viele Kinder jeder der beiden Klassen angehören.
1.2 Fortbildungsplanung
Bis jetzt haben die Kolleginnen in Absprache mit der Schulleitung sich regelmäßig fortgebildet entsprechend den Erfordernissen ihrer Fächer. Ihre Erkenntnisse haben sie auf Dienstbesprechungen bzw. in persönlichen Gesprächen mit Kolleginnen weitervermittelt.
Die in der Situationsbeschreibung genannten Probleme werden in unserem Fortbildungskonzept noch stärker berücksichtigt werden. Jedes Jahr sollte in einer Dienstbesprechung dieses Konzept überprüft werden in Bezug auf Veränderungsnotwendigkeiten.
1.3 Grundsätze zur Verwendung des Schulbudgets
In Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen werden Absprachen über das Budget getroffen. In der Gesamtkonferenz werden die Beschlüsse dazu gefasst.
1.4 Die Schüler/innen werden wie folgt unterrichtet:
1. Klasse 20 Stunden
6 DE (davon 1DE/PC) 5 MA 2 SP 2 RE 2 SU 2 KU 1 MU
2. Klasse 22 Stunden
6 DE (davon 1DE/PC) 6 MA 2 SP 2 RE 3 SU 2 KU 1 MU
3. Klasse 25 (1) Stunden
6 DE 5 MA 4 SU 2 E 2 RE 2 SP 2 KU 1 TG 1 MU (Schwimmen) 1 PC/GW
4. Klasse 25 Stunden
6 DE 5 MA 4 SU 2 E 2 RE 2 SP 2 KU 1 TG 1 MU 1 PC/GW
4. Gestaltung des Schullebens
Neben der Vermittlung von Fachwissen legen wir großen Wert auf die Gestaltung des Schullebens. Feste und Projekte sowie andere gemeinsame Veranstaltungen bieten hervorragende Möglichkeiten, unsere pädagogischen Ziele zu unterstützen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule und auch anderen Institutionen zu fördern.
Feste Termine im Schuljahr sind:
Plattdeutscher Lesewettbewerb, Mathewettbewerb Känguru, Fußball-Kreismeisterschaften, Multi-cup, Laufabzeichen, Tierolympiade (leichtathletischer Wettkampf aller vierten Klassen von Moormerländer Grundschulen) Computer-Wettbewerb. Außerdem führen wir innerhalb der Schule regelmäßige Wettbewerbe durch.
5. Besondere Schwerpunkte
Aufgrund der sich wandelnden gesellschaftlichen Entwicklung (andere Familienstrukturen, Medien, Mangel an Bewegung) muss die Grundschule sich vielen neuen Aufgaben stellen. Wir haben uns dabei auf drei Schwerpunkte konzentriert:
5. 1. Förderung von Bewegung
Wie bereits eingangs erwähnt machen sich auch bei SchülerInnen der Grundschule Oldersum die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen von Medien und sich wandelnden Familienstrukturen bemerkbar. Viele Kinder leiden unter Bewegungsmangel und kommen mit anderen Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Schule als noch vor 20 Jahren. Als Stichworte sind hier zu nennen: psychosomatische Störungen, Übergewicht, Koordinations- und Haltungsschäden sowie insgesamt eine geringere Belastbarkeit.
Deshalb ist die Förderung von Bewegung ein entscheidender Schwerpunkt in unserer Schule geworden. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder, die sich täglich viel bewegen, motivierter und seltener aggressiv sind. Sie sind offensichtlich besonders lernbereit und werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt. Ihr psychosoziales Wohlbefinden fördert durch Spaß und Freude an der Bewegung nicht nur ihre eigene gesunde körperliche Entwicklung, sondern trägt darüber hinaus auch zu einem guten Klima bei.
Erschwerend bei der Durchsetzung unserer Bemühungen, Bewegung zu fördern, kommt leider hinzu, dass sowohl die Oldersumer Turnhalle (baufällig) als auch die leichtathletischen Anlagen modernen Ansprüchen seit Jahren schon nicht mehr gerecht werden.
Mit unserem in „Eigenregie“ umgestalteten Schulhof versuchen wir diese Mängel derzeit ein wenig zu kompensieren.
An der Grundschule Oldersum fördern wir Bewegung in vier Bereichen:
1. Unterricht
Auch außerhalb des Sportunterrichtes spielt Bewegung eine immer größere Rolle in den methodischen Planungen von Unterricht. Bewegungslieder und –spiele sowie freiere Arbeitsphasen wie Stationsarbeit, Freiarbeit oder Rollenspiele tragen dazu bei. Unterrichtsgänge ins Dorf, in den Park oder zu anderen außerschulischen Lernorten in der Nähe oder ein gemeinsamer Rodelausflug an den Oldersumer Deich gehören ebenfalls dazu.
2. Pausen
Ziel der Schulhofumgestaltung war es, den Kindern vielfältigere Bewegungsmöglichkeiten zu bieten. Der „neue“ Schulhof und ein Spielehäuschen mit zahlreichen Spielgeräten bietet den Kindern nun folgende Möglichkeiten:
3. Schulsport
Jede Klasse hat wöchentlich mindestens zwei Stunden Sport. Hier werden die Kinder mit einem vielfältigen und differenzierten Angebot über verschiedenartige Motive zum Sporttreiben motiviert (siehe Schulrahmenplan Sport). Durch den Besuch von „Profis“ (Tanzlehrer, Basketballbundesligaspieler der EWE –Baskets, Vereinsspieler vom TV Oldersum, Leichtathleten des SV Warsingsfehn usw.) im Sportunterricht wird dieses Anliegen unterstützt. Den Sportlehrkräfen ist es wichtig, dass die Kinder dem Sport gegenüber möglichst viele positive Gefühle gegenüber erleben, so dass sie motiviert werden, auch in ihrer Freizeit Sport zu treiben oder die vielfältigen Spiel- und Bewegungserfahrungen aus dem Sportunterricht auf dem Schulhof, auf Spielplätzen usw. wieder aufnehmen bzw. erweitern.
Elemente der Psychomotorik gehören ebenso zum Unterricht wie auch die Möglichkeit, Leistung zu fördern und zu zeigen.
So können die SchülerInnen ihr Sport- und Laufabzeichen erwerben. Kinder der dritten und vierten Klasse nehmen in jedem Jahr an den Leichtathletik-Bundesjugendspielen teil. Alternative Sportfeste (Olympiaden) und Schulfeste mit Bewegungsangeboten gehören zum Schulleben.
Kinder der dritten Klasse haben wöchentlich eine Stunde Schwimmunterricht.
Außerdem nehmen wir jährlich an den Fußball-Kreismeisterschaften der Schulen (3. und 4. Klasse) sowie am multi-cup (1. und 2. Klasse) teil und fahren im Sommer erstmals zu einem schulübergreifenden Leichtathletik-Sportfest nach Warsingsfehn.
4. Feste und Projekte
Auch bei Schulfesten (Einradvorführungen, Tanz, Spiele) bieten sich den Kindern vielfältige Möglichkeiten, sich zu bewegen und Gelerntes einem breiten Publikum darzubieten. Bei Schulolympiaden und Projekten (Zirkus Kolossal, Turnen auf dem Tuitjebült usw.) können die Kinder klassenübergreifend Bewegungserfahrungen sammeln.
5.2. Förderung von Selbstständigkeit
Unsere Schule setzt sich ganz besonders für die Förderung der Selbstständigkeit der Schüler ein. Sie sollen nicht nur am Schulleben teilnehmen, sondern dieses aktiv und, soweit möglich, in eigener Verantwortung mitgestalten. Das bedeutet, dass Freiräume geschaffen werden mussten, in denen diese Übernahme möglich ist:
5.3. Computerunterricht
Seit 2001gibt es einen systematischen Computerunterricht mit jeweils einer Unterrichtstunde pro Woche in allen Klassenstufen.
Die Arbeit beginnt in Klasse 1 mit altersgemäßen Lernprogrammen (Budenberg, Oriolus, Zeichenprogramm Paint). Da die Kinder zunächst noch nicht lesen können, wird verstärkt mit Bildsymbolen gearbeitet. Spielerisch werden sie mit grundlegenden Handhabungen der Geräte wie Ein- und Ausstellen, Bedienung der Maus, Zurechtfinden auf der Benutzeroberfläche und in der Arbeit mit den Lernprogrammen vertraut gemacht.
In Klasse 2 lernen die Schüler, systematisch die geforderten Aufgaben zu bearbeiten. Mit Hilfe von Lernkarten wird in eigenem Tempo und nach individuellem Schwierigkeitsgrad gelernt. Die Ergebnisse werden selbstständig in Listen eingetragen. Ist eine bestimmte Anzahl von Aufgaben erfüllt, darf eine "Belohnung" (z.B. ein Bild ausdrucken, Lesezeichen anfertigen, ein kindgemäßes Spiel) ausgesucht werden.
Die Drittklässler gehen inzwischen so selbstverständlich mit dem PC um, dass sie mit dem verbreiteten Schreibprogramm "Word" Sätze tippen und einfache Formatierungen vornehmen können. Schritt für Schritt werden sie durch ein selbst entwickeltes Lernkartensystem geführt, dass mit einer Prüfungsaufgabe abschließt.
Neben der Weiterführung der Lernprogramme aus den beiden ersten Schuljahren besteht ein inhaltlicher Schwerpunkt in der Vermittlung eines gezielten Umgangs mit dem Internet. Hierzu wurde eine schuleigene "Internet-Rallye" entwickelt. Sie führt über Kindersuchmaschinen, mit deren Hilfe Inhalte des Sachunterrichts gefunden werden über erprobte Kinderseiten im Netz bis zur Beschäftigung mit der Homepage der Grundschule, www.schule.oldersum.info. Die Schüler nehmen über das Medium auf unterschiedliche Weise außerschulische Kontakte war. Sie beginnen mit einen Eintrag ins Gästebuch der Schulseite oder wählen sich in Schülerforen der im Netz gebotenen Kinderseiten ein. Darüber hinaus werden sie angeregt, über das E-Mail-Programm Kontakte zu Schülern anderer Schulklassen aufzunehmen und zu pflegen.
Der Unterricht in Klasse 4 setzt bereits eine gewisse Geübtheit im Ungang mit den Medien voraus: Vielfältig sind die Inhalte in dieser Altersstufe: Drucken, Ordner anlegen, speichern auch auf Disketten, zugreifen auf Daten von CDs, Scannen von Bildern, einige Funktionen von Windows wie das Erstellen eines Hintergrundes mit dem Malprogramm Paint, das Abrufen und Schreiben von E-Mails, Internetseiten in Word einfügen und bearbeiten …
Eine wichtige Rolle spielen hierbei die verschiedenen Sozialformen. Eine Gruppenaufgabe beinhaltet, selbstständig Fotos mit einer Digitalkamera zu machen und diese auf den Lehrer-PC zu übertragen. Über Vernetzung können sie an den Schüler-PCs geöffnet werden und im Wordprogramm zu einer Bild-Text-Seite zusammengestellt werden.
Die unterschiedlichen Übungen erfordern selbstständiges Arbeiten. Da die Lernbereiche zeitweise sehr unterschiedlich sind, ist es der Lehrkraft nicht immer möglich, alle Schüler gleichzeitig zu unterstützen. Es hat sich bewährt, für bestimmte Aufgaben Experten zu benennen, die ihr Wissen an ihre Mitschüler weitergeben.
Als Abschluss und besonderen Motivationsanreiz bekommen die Schüler jeweils in Klasse 3 und Klasse 4 einen "Computer-Führerschein", der ihnen eine Übersicht über ihre Lernerfolge bescheinigt.
An unserer Schule haben wir vielseitige Möglichkeiten, sowohl leistungsschwächere als auch leistungsstarke Schüler zu fördern.
Individuelle Förderung für jeden Schüler gemäß den Fähigkeiten erreichen wir durch innere Differenzierung, z.B. durch ein gestuftes Übungsprogramm, Freiarbeit und Wochenplanarbeit. Die Schüler lernen sich selbst einzuschätzen und ihre Ziele immer ein bisschen höher zu stecken.
In Klasse ein und zwei kommen Lesemütter zum Einsatz. Die Mütter lassen sich von jedem Kind einzelne Texte vorlesen oder fragen auch schon einmal das Einmaleins ab. Den Lernfortschritt der Kinder halten die Lesemütter tabellarisch fest.
Wurde bei Erstklässlern Schwächen bei den elementaren Fähigkeiten wie z.B. der optischen oder visuellen Wahrnehmung festgestellt, können diese Kinder spielerisch im Rahmen der Betreuungsstunde mit Materialien des Förderschullehrers gefördert werden. In der Betreuungsstunde werden außerdem die sozialen Fähigkeiten der Kinder gestärkt. Dafür bilden sich unsere Betreuungskräfte regelmäßig fort.
Leistungsschwächerer Kinder werden einmal in der Woche pro Fach und Jahrgang 25 Minuten im Frühförderunterricht in Kleingruppen gezielt gefördert.
Ein Förderschullehrer erteilt zweimal in der Woche Sprachförderunterricht einzeln oder in Kleingruppen. Es findet ein ständiger Austausch zwischen dem Förderschullehrer und den Klassenlehrern statt. Das Ziel der Zusammenarbeit mit Förderschullehrern ist immer der Verbleib der Kinder in der Grundschule.
Außerdem bieten wir bedarfsgesteuerten Förderunterricht parallel zum Unterricht durch eine Lehrkraft unserer Schule an.
Auch Ausländerförderunterricht in Kleinstgruppen wird durch eine Lehrkraft unserer Schule erteilt.
Die Leistungsstarken Schüler bekommen z.B. im Computerunterricht eine Experten-Ausbildung, die sie befähigt anderen Schülern zu helfen. Auch in vielen anderen Fächern wird dieses Helfer-Prinzip angewandt. Dadurch wird der soziale Zusammenhalt der Lerngruppe gestärkt.
Leistungsstarke Schüler nehmen regelmäßig klassenübergreifend an Lese- und Mathematik-Wettbewerben teil. Darauf werden sie durch eine Lehrkraft vorbereitet und trainiert.
8. Betreuungskonzept „Verlässliche Grundschule“
In der Grundschule Oldersum werden zur Zeit 45 Kinder der ersten und zweiten Klassen von drei pädagogischen Mitarbeiterinnen täglich in der Zeit von
12.00 – 13.00 Uhr betreut.
An räumlichen Ressourcen stehen zur Verfügung:
Unser Konzept soll nicht fest und starr sein, sondern sich nach den Bedürfnissen der Kinder orientieren, es soll ihre schulische und persönlichen Entwicklung fördern sowie die sozialen Kompetenzen der Kinder trainieren/ entwickeln helfen.
Das Grundprinzip unserer Arbeit basiert auf Freiwilligkeit, d.h. die SchülerInnen entscheiden zu Beginn der Betreuung selbst, welches Angebot sie an diesem Tag wahrnehmen wollen.
Die Kinder sollen während der Betreuungszeit die Möglichkeit haben, sich von der Zeit der Arbeit während des Unterrichts so zu erholen, wie es ihren Bedürfnissen entspricht (z.B. toben und rennen, in aller Ruhe basteln oder malen, im Sand bauen und dabei „abschalten“, Gespräche über Erlebtes vom Vormittag führen können, gemeinsam ein Buch lesen, turnen, spielen).
Eine pädagogische Methode, die in alle Aktivitäten, die Konzentration erfordern, einfließt, ist die Kinesiologie. Das Zusammenspiel beider Gehirnhälften, welches kinesiologische Übungen fördert, ist eine wichtige Grundlage für Kinder (und Erwachsene), den Schulalltag meistern zu können und ganzheitlich lernen zu können. Die vermittelten kinesiologischen Übungen sollen auch eine Anregung für zu Hause sein, z.B. wenn die Kinder sich auf eine Klassenarbeit vorbereiten. Kinesiologische Übungen sowie die unter Punkt 2.1. und 2.2. genannten Kleingruppenangebote sind in unseren Augen geeignete Methoden der Hilfe zur Selbsthilfe.
Das Konzept hat drei Standbeine/ steht auf drei Beinen.
Kernangebot Freispiel
Parallel zum Spiel findet auf dem Schulhof soziales Lernen statt. Das fängt bei der Ausleihe der Spielsachen an. Gelernt wird höflicher und achtungsvoller Umgang miteinander an der Spiele - Ausleihe, Anstellen, Rücksicht nehmen, korrekter Umgang mit dem Geliehenen, nonverbale Kommunikation (Glockensignal), miteinander spielen, miteinander gewaltfrei streiten, Kompromisse finden, teilen (z.B. wie teile ich 4 Sandspachteln auf 8 interessierte Jungs auf? Oder wer bekommt heute das Einer-Einrad zuerst und wie lange?).
Alle Spielangebote stellen auch hier einen Lernbereich für soziales Lernen dar, wie unter Punkt 1.1. beschrieben.
Kleingruppenangebote
Autogenes Training und Yoga sollen den Kindern eine Hilfe sein, sich selbst spüren zu lernen (bzw. es nicht zu verlernen), Stress konstruktiv abzubauen, sich
selbst zu entspannen und in sich zu ruhen.
Beide Methoden sind freiwillige Angebote, die Teilnahme ist für niemanden verpflichtend. Sie sind hilfreich für den Lernprozess, sich gut um sich selbst zu kümmern, ein gesunder Mensch zu bleiben. Jedoch stoßen diese Methoden insbesondere bei Kindern an ihre Grenzen, wenn wir bedenken, dass das familiäre und soziale System, in dem die Kinder leben, der größte Sozialisationsfaktor in ihrer jetzigen Entwicklung ist. Bei familiären oder sozialen Missständen im Leben eines Kindes sind diese Methoden sozusagen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
2.3. Kreativangebote: täglich
2.4. Gesellschaftsspiele täglich
2.5. Hausaufgabenhilfe und/oder Einzelförderung nach Bedarf
(z.B. längere Fehlzeit durch Krankheit) und Absprache mit den zuständigen Lehrkräften. Die Hausaufgabenhilfe oder Einzelförderung sollte nicht länger als die Hälfte der Betreuungszeit in Anspruch nehmen.
Sonderaktionen – Projekte
9. Zusammenarbeit mit Institutionen
Es ist selbstverständlich ,dass unsere Schule mit der Gemeinde, dem Jugendamt, dem Sozialamt , dem Schulpsychologen, den Grundschulen der Gemeinde Moormerland, den weiterführenden Schulen und ähnlichen Institutionen engen Kontakt pflegt, aber wir öffnen uns auch sehr bewusst nach außen hin. Unsere Kooperationspartner kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen.
Eltern:
Die wichtigste Säule für eine gelingende Erziehungsarbeit in der Schule sind sicherlich die Eltern. Über die Gesamtkonferenz ist der Schulelternrat in alle Probleme und Entscheidungen eingebunden. Seine aktive Mitarbeit und die Organisation der Schulhofgestaltung, verschiedener Aktionstage, des Umzuges innerhalb des Schulgebäudes, Verabschiedungen und in Zukunft eventuell des Sporthallenneubaus sind Themen, die auch die Eltern betreffen und sie mit Rat und Tat zur Seite stehen lassen. So hat sich schon vor einigen Jahren in Oldersum ein Elternverein gegründet, der sich an allen Schulveranstaltungen nicht nur materiell, sondern auch ideell beteiligt (Getränkeausschank für Kinder an Sportfesten, Spielgeräte, Organisationen von Malwettbewerben in der Schule, etc.).
Freiwillige Elternmitarbeit findet man in der Grundschule Oldersum in allen Klassenstufen. Eltern sind Helfer und Organisatoren bei Klassen- und Schulfesten, beim gemeinsamen Basteln oder Backen und bei Ausflügen, aber sie werden in den ersten beiden Schuljahren auch als “Lesemütter“ oder als Fachleute im Rahmen des Sachunterrichts (Landwirt, Bäcker, Poststelle, Hebamme, Polizei, Feuerwehr) in den Unterricht eingebunden.
Kindergarten:
Schnuppertage in der Schule sind seit Jahren eines der Highlights des Kindergartenjahres. Die Kindergartenkinder erwidern damit einen Besuch der zukünftigen Klassenlehrer. Das Gebäude ist ihnen schon längst vertraut, schließlich nutzen wir gemeinsam die Turnhalle. Zu Schulfesten wird auch der Kindergarten immer eingeladen, wie beim letzten Sponsorenlauf für die Schulhofgestaltung.
Förderschule:
Wir arbeiten auch sehr eng mit der Förderschule Moormerland zusammen. Dabei geht es um die Überprüfung von auffälligen Schülern, um die Beobachtung unter sprachheilpädagogischen Gesichtspunkten und den Sprachförderunterricht durch Sonderschullehrer 2 Stunden pro Woche. In allen Fällen steht die zuständige Kooperationslehrkraft den Kollegen beratend zur Seite.
Polizei und Verkehrswacht:
Für die beiden ersten Klassen wird einmal pro Jahr der Verkehrskasper eingeladen, das 3. und das 4. Schuljahr erhält eine Unterrichtsstunde durch einen Polizisten, z.B. über das Verhalten am Bahndamm/ im Straßenverkehr/ die Aufgaben der Polizei. In Zusammenarbeit mit der Polizei werden Fahrradkontrollen durchgeführt und die Radfahrprüfung gemacht Vorträge für Eltern und Lehrer zu den Themen Sucht- und Gewaltprävention waren Abendveranstaltungen. Der Besuch des Verkehrsgartens in Leer im Rahmen des Sachunterrichts ist für die Schüler eine willkommene Abwechslung im Schulleben.
Feuerwehr:
Auch die freiwillige Feuerwehr wird im Rahmen des Sachunterrichts aufgesucht. Bei diesen Veranstaltungen und einem Probealarm an der Schule mit anschließender fachmännischer Beratung muss man bedenken, dass diese Männer und Frauen auch solche Aufgaben freiwillig tun. Bei Schulfesten werden sie immer eingeladen.
Sportvereine:
Die gemeinsame Nutzung der Halle mit den verschiedenen Sportvereinen bedeutet auch die gemeinsame Nutzung der Geräte, was durchaus nicht selbstverständlich ist. Diese Vereine spendeten nicht nur Sportgeräte auf dem Schulhof, die dann auch nachmittags genutzt werden können, sondern luden auch Profi-Basketballspieler aus Oldenburg zum Sportunterricht an der GS Oldersum ein.
Computerexperte:
Dieser Kooperationspartner ist sicherlich ein besonderer Glücksfall für die Grundschule Oldersum. Er wartet nicht nur ehrenamtlich die vorhandenen Geräte, sondern steht den Lehrern bei technischen Fragen und Problemen mit Rat und Tat zu Seite und bietet allen interessierten Eltern einen Computerkurs in der Schule an, die davon regen Gebrauch machen.
10. Fazit und Ausblick
Die Schule gewinnt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Neben ihren ursprünglichen Aufgaben muss sie auch immer größere Anteile an der Erziehung ihrer Schüler übernehmen. „Schule“ ist für viele Kinder der einzige Lebensraum geworden, in dem die Entfaltung und Entwicklung ihrer Persönlichkeit überhaupt möglich ist.
Die Grundschule Oldersum versucht ihren Bildungsauftrag unter besonderer Berücksichtigung dieser Aspekte zu erfüllen:
Die Grundschule Oldersum wird auch weiterhin diese Ziele verfolgen, die Arbeit diesbezüglich zu erweitern. So werden verschiedene Projekte fort- bzw. eingeführt (Klasse 2000, Faustlos), evt. eine nachmittägliche Betreuung für die Schüler auf freiwilliger Basis angeboten und auch zukünftig Aktionstage durchgeführt, an denen wir hoffentlich auch weiterhin mit der wertvollen Unterstützung der Eltern rechnen können.